Kreativtherapie für Senioren



Kreativtherapie in Senioreneinrichtungen
Gemeinsam statt einsam!

In Seniorenresidenzen und -einrichtungen leben Menschen, die ich wegen ihrer Geschichte, Lebensweisheit und ihrer Dankbarkeit schätze!

"Wissen Sie, diese Berge kenne ich von der Wandertour...; diese Prinzessin hier trägt ein so schönes Kleid, wie auf einem Opernball, ich habe doch an der Oper gesungen und die Platten dürfen Sie sich gerne anhören! Schön, dass Sie bei uns waren - ich danke Ihnen für den schönen Nachmittag!"

Sind das nicht die Worte, die uns in der Gesellschaft oft fehlen? Den Moment leben, von Mensch zu Mensch? Da spielt das Älterwerden keine Rolle, weil der Moment, indem wir zusammen Bilder in Träume verwandeln, uns gemeinsam trägt!

Das Kursprogramm für Senioren beinhaltet neben Gruppenarbeit auch Freude und ein Miteinander welches auch das gemeinsame Erleben einer Arbeit fördert, das Stück für Stück gedeiht...

Das Kennenlernen der Senioren ist ein wichtiger Teil bei der kreativen Arbeit. Dabei beziehe ich das Sehen/Fühlen ein: wie sind die Senioren (meist mit einer kleinen oder grösseren Behinderung gehandicapt) gesundheitlich und psychisch strukturiert - was sind sie in der Lage zu gestalten, welche Farben tun ihnen gut, welche Assoziationen haben sie mit den Motiven, die sie malen?

Jeder Teilnehmer hat seine eigene "Handschrift" mit dem Pinsel und somit seinen eigenen Stil entwickelt. Die Verbindung zwischen Kunst als "Objekt" und Kunst als Sinnfindung für den Alltag, auch in der Wahrnehmung veränderter alter Menschen, zeigt eine wertvolle Möglichkeit auf, was Kreativtherapie bewirken kann.

Die Akzeptanz ist die erste Bedingung. Ich akzeptiere den Menschen voll und ganz, so wie er in seinem augenblicklichen Zustand und mit seiner Verhaltensweise, wie das von ihm Ausgedrückte ist. Wenn es ihm nicht mehr möglich ist, verbal mit meiner Sprache zu kommunizieren, so entschlüssele ich die von ihm benutzte Körpersprache, höre und sehe genau hin, um ihm eine Wertschätzung entgegen zu bringen und ihm so die Bejahung seiner Persönlichkeit vermitteln zu können. Ich möchte ihn dabei unterstützen, durch vorgestellte Malmittel und Methoden eine spontane Form des sich Ausdrückens anzunehmen.

Ich erkläre den Bezug zun Thema, zu den Medien Papier, Farben und gebe eine Überleitung, meist zur Jahreszeit passende Thematik, in unserer gemeinsamen Arbeit. So erlangt er sein Selbstwertgefühl zurück oder wird bestärkt.

Hierzu gehört das einfühlende Verstehen, die Empathie, die eine weitere Grundhaltung in der "therapeutischen Beziehung" bedingt. Ich mache mich mit der Welt der Menschen vertraut (z.B. mit der Veränderung der Wahrnehmung bei Demenz) und so verstehe ich durch das aktive Zuhören auch die emotionalen Aussagen der Menschen. Wie schön, dass es die "Alterweisen" gibt!


Untermenü